Zwischen Donau und Regen – die Region Vorderer Bayerischer Wald
Die Schwammregion Vorderer Bayerischer Wald umfasst zehn Kommunen im westlichen Landkreis Cham – Falkenstein, Michelsneukirchen, Rettenbach, Wald und Zell – sowie im östlichen Landkreis Regensburg – Altenthann, Bernhardswald, Brennberg, Wiesent und Wörth an der Donau. Seit 2019 arbeiten diese im Rahmen einer Integrierten Ländlichen Entwicklung (kurz: ILE) als Zweckverband eng zusammen, um gemeinsame Herausforderungen koordiniert und zukunftsorientiert anzugehen.
Geprägt ist die Region von einer abwechslungsreichen, hügeligen Landschaft zwischen den großen Gewässern Donau und Regen. Zahlreiche kleinere Bäche und Gewässer durchziehen das Gebiet und verbinden die Kommunen auf natürliche Weise. Gerade diese Vernetzung macht deutlich: Wasser kennt keine Gemeindegrenzen. Durch die interkommunale Zusammenarbeit entsteht die Möglichkeit, frühzeitig dort zu handeln, wo Probleme durch Starkregen oder Hochwasser entstehen.
Gemeinsam anpacken und sich den Herausforderungen des Klimawandels stellen
Ziel der Schwammregion ist es, die bestehende Nachhaltigkeitsstrategie konsequent weiterzuentwickeln. Aufbauend auf dem vorhandenen Klimaschutzkonzept rücken künftig insbesondere Klimaanpassung und Resilienz in den Fokus. Dabei setzt die Region bewusst auf viele kleinere, wirkungsvolle Maßnahmen, die gemeinsam schneller und zielgerichteter umgesetzt werden können als wenige große Einzelprojekte. Die wassersensible Weiterentwicklung wird dabei als gemeinsame Aufgabe aller Kommunen verstanden.
Im Zentrum steht das Thema Wasser – sowohl in der Land- und Forstwirtschaft als auch im Bewusstsein der gesamten Bevölkerung. Konkrete Maßnahmen reichen von der Renaturierung und Aufweitung von Bachläufen über die Schaffung von Retentionsräumen bis hin zur Höherlegung von Wegen und gezielten Aufforstungen. Auch im Siedlungsbereich spielt die Mitwirkung der Bürgerinnen und Bürger eine entscheidende Rolle: Durch Information und Sensibilisierung soll ein aktiver Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung der Region gefördert werden.
So entsteht Schritt für Schritt eine widerstandsfähige, lebenswerte Landschaft, die den Herausforderungen des Klimawandels gemeinschaftlich begegnet.